Die Amerikanische Rüttelplatte

Ein schönes Modell Shovle Head Baujahr 1973

 

So wie es sein soll, schwarz, dick und viel Chrom

 

Da bin ich doch mit drauf, noch mit antiker Kamera

         

"freiwillig" LKW fahren....

 

schon beim Kauf  alle Bauteile in gutem Zustand

Tja, irgendwann ist es bei jedem soweit......

also auch bei mir, ich musste unbedingt Harley fahren, eigentlich war ich glücklich mit meiner BMW 75/5 mit 900ccm, meiner Bundeswehr Maico, meiner Honda CR 250, meiner Yamaha RD 250, meiner Victoria 250, meinem Renncart  250ccm 2 Zylinder, das alles und noch viel mehr habe ich hergegeben um mir ne Hallai zu kaufen. Alles ?? nicht ganz, der Verkauf der Victoria klappte nicht, der Käufer konnte sie nicht gleich holen und ich machte einen Rückzieher....tut mir leid Gerd, aber ich hänge doch soo dran.

Gut jetzt ist es raus, ich und Harley ? wenigstens kaufte ich das passende Modell, nämlich einen Oldtimer, wenn ich zum Teil sehe was für Leute Hallai bewegen kommt mir das kotzen, als Bösewichte verkleidete Lackaffen, die daheim vor dem Spiegel den bösen Blick üben, an Oldtimer geht diese Spezies zum Glück nicht dran, da greift die Hallai-Gold-Card nicht und Du wirst dann auch kein HOG Member...heuuuul.

Gut dann mal zur Technik, Shovel Head (für nicht Harley Kenner: Schaufel Kopf = Deckel auf Zylinderkopf sieht aus wie ein Spaten) Baujahr 1973, dadurch noch Rundschwinge und Trommelbremse hinten. Ehemalige Elektra Glide, an der jeglicher Firlefanz weggebaut wurde. 1200 ccm und eingetragene 58 PS (wo die waren frage ich mich heute noch) Sehr guter Zustand, egal was ich aufschraubte, oder abmontierte, das Motorrad hatte keine Mängel, das wurde entweder wenig gefahren und gut gepflegt oder sehr Sachkundig aufgebaut.

Beim Kauf war es noch weniger Tüv konform als hier auf den Bildern, ich habe es etwas zahmer zurückgebaut (ich Schisser), es hatte beim Kauf vorn kein Schutzblech, das Hintere hörte über dem Rad auf und das Nummernschild stand waagerecht. Auch war ein Einmannsitz drauf, den hatte ich anfangs auch noch dran, der Kompromiss mit der hässlichen Sitzbank ergab sich, da mein Sohn, damals 8 Jahre alt, öfters mal mitgefahren ist.

Die Besichtigung und der Kauf waren auch sehenswert, nachdem ich die halbe Bundesrepublik bereist hatte um dann vor überteuerten Schrottmühlen zu stehen, fand ich doch hier im Nebenort dieses Motorrad, der Verkäufer schon sehr Wortkarg am Telefon, war ein arrogantes A... nach dem Motto friss oder stirb, kein Wort zuviel, keine freundliche Geste, beim Abholen stellte er das Motorrad vor die geschlossene Garage, die Ersatzteile lagen daneben auf den Boden, er steckte das Geld ein und ging einfach Wortlos weg, ohne beim Aufladen zu helfen.

Guter Einstieg in die Zunft der Übermenschen. Ich änderte was mir nicht gefiel, die schlecht trennende Kupplung baute ich bestimmt 6x auseinander, die Verkabelung warf ich in die Mülltonne, nach 2 Wochen intensiv basteln, meldete ich das Gefährt an und war fortan damit unterwegs, außer das es oft schlecht ansprang, war alles gut (coolerweise war ja der E-Starter ausgebaut), es fuhr, es bremste, war viel zu laut und meine Augen tränten ständig, da man Hallai ja nur mit Jet Helm ohne Visier fahren darf.

Nach einer Saison mit dem Brocken kaufte ich mir eine XT 500 dazu, damit ich auch mal nach Frankfurt rein fahren kann, ohne das die Polizei mein Motorrad beschlagnahmt, so kam es das ich die zweite (und letzte) Harley Saison gar nicht mehr so viel damit gefahren bin. Das lag nicht an diesem Motorrad, das fuhr schon gut und es funktionierte alles perfekt, aber irgendwie konnte ich mich mit dem Ding nicht identifizieren, das mit dem Bösen Blick konnte ich auch nicht, war auch nicht nötig, denn ich fuhr jetzt immer mit Integralhelm.

Außerdem hatte ich Lust wieder mal Gespann zu fahren, die Überlegung an die Harley einen Seitenwagen zu bauen, verwarf ich wieder, denn ich hätte teure Teile, wie Verstellbare Gabelbrücke, seltene Seitenwagenhalter gebraucht und hätte den Anlasser einbauen müssen, und dazu wieder eine große Batterie, das war mir alles zu viel, denn außerdem wollte ich auch weiterhin Integralhelm tragen, ohne blöd angeschaut zu werden.

Mein Freund Rolf hatte ein Ural Gespann, eins von 20, die Andy zwei Jahre vorher aus Russland importiert hatte, Rolf suchte eine Harley, davon hatte er früher schon einige und ich wollte ein Gespann, wunderbar, das Geschäft war schnell gemacht, ich bekam die Ural und meinen Ehemaligen Kaufpreis bis auf 250,-DM wieder, da war das Gespann auch doch ein Supersonderangebot.

Rolf hat dann den Zustand wieder hergestellt, wie ich es gekauft hatte, alles kurz, alles weg und höllisch laut, er fuhr auch echt wenig damit, das antreten mochte sein Rücken damals nicht und auch er verkaufte es nach ca. 2 Jahren weiter. Dieser Käufer, hier aus der Nähe wollte wieder eine originale E-Glide daraus bauen, ich habe ihn auch 10 Jahre später mal gesehen, erkannt habe ich das nur daran, weil ein angeschweißter Halter am Öltank war, den ich angeschweißt hatte, ich sach euch ich hätte fast gekotzt, wie man für viel Geld ein Motorrad so verschandeln kann, ja es war wieder ein Fulldresser, aber der schlechteste den man sich vorstellen kann.

 

Honda "Zwerg"    Richtige Bezeichnung CZ100   Baujahr 1966

 

Zwerg 1978 im Hintergrund Ulis`s Monkey

 

Ich mit 17 auf meinem heißen Ofen....

 

Umbau Mitte der Achtziger, so aber nie gefahren

 

Zwerg Nummer zwei Restauriert 1989 hängt jetzt Im Treppenhaus

 

Seltenes Bild 3x Honda CZ 100 ganz links das neue Rahmenheck hinten (liegend) zu sehen, die selbstgebaute Springer Gabel

 

1990 Zwerg mit neuem Rahmenheck probeweise mal zusammengesteckt

 

2005 Zwerg nach 25 Jahren wieder fahrbereit und Restauriert

Der Anfang meiner Honda Moped Sammlung......

war meine Honda CZ100, wir alle nennen sie einfach Honda Zwerg, die ich mir mit 16 Jahren kaufte, das war im Jahr 1978, fast zeitgleich mit meiner Victoria KR 25. Ich habe sie immer noch und sie hat sogar 1986 noch ein Brüderchen dazubekommen, ...aber mal vom Anfang.

Als ich Mofa fuhr lernte ich Oscar kennen, er war etwas älter, fuhr schon länger Mofa und Moped, hatte mehr Schraubererfahrung und war damals der einzige, der schweißen konnte, das war immer sehr spektakulär, er holte das Elektroschweißgerät bei seinem Vater aus dem Lager, zum glück hatte es einen Schultergurt, denn früher waren die Dinger richtig schwer und dann brotzzelten wir in seiner Garage irgendwie mit der Elektrode auf Metall (meist unsere Mopeds) herum, sah nie so schön aus, hat aber meistens gehalten.

Oscar hatte, ich schätze um 1976 herum besagte Honda Zwerg gekauft, ich konnte mich erinnern, das ich diese Honda schon mal gesehen hatte, sie war bei einem Freund in Dreieichenhain untergestellt, da hatte sie noch den originalen Lenker durch Zwischenstücke höher gesetzt. Ab Dreieichenhain wurde sie noch 2-3x weitergeschoben, bis sie dann beim Oscar in Langen landete, mit niedrigen Lenker. Trotz diesem mehrmaligen weiterverkaufen sind sämtliche Papiere inklusive einem DinA4 Papierstapel mit Ausnahmegenehmigungen vom Regierungspräsidenten München vorhanden.

Oscar hatte gute Kontakte zu einem Verchromer, er zerlegte das gesamte Moped und lies alles verchromen inklusive dem Rahmen. Dann baute er erst aus Rundmaterial eine lange Gabel und später noch eine Springergabel z.t. aus gedrehten Vierkantmaterial, montierte einen Mofalenker mit abgewinkelten Magura Kleinkraftrad Griffen, baute einen Honda Monkey Motor ein und fuhr so damit herum. Als er mit 18 dann sein erstes Auto hatte, einen Kadett B Kombi, stand die Zwerg oft auf der Ladefläche und wurde auf verschiedenen Motorradtreffen ausgestellt.

Einige Freunde fuhren als Zweitfahrzeug zu Ihrem Kleinkraftrad oft noch eine Honda Monkey oder Dax, es gab keine Helmpflicht, die Strassen waren leer und das Moped fahren machte viel Spaß. Ich fuhr Hercules Mokick mit schnellem Motor und wollte gern auch so einen Japanischen Viertakter, so fragte ich öfters bei Oscar nach ob er sich nicht von der Zwerg trennen will und eines Tages überließ er mir die Zwerg zum Freundschaftspreis von 400,.DM.

Nun hatte ich ein extrem seltenes Fahrzeug, von dem gar keiner von uns wusste, wie es original mal ausgesehen hat, auch hatte ich erstmal gar keinen Motor, denn der Monkeymotor war gerade verliehen, damit bestritten Jo und Stefan auf dem Hockenheimring einen Spritmarathon. Dort fuhren Eigenbauten, mit dem Ziel, mit einer geringen zugeteilten Spritmenge so viele Runden wie möglich zu schaffen. "Unser" Gefährt bestand aus einem genieteten Rahmen aus Alusteifen und drei Rädern vom Rennrad. Ich war damals vor Ort und durch meinen Motor durfte ich mit ins Fahrerlager.

Da ich aber ganz heiß aufs fahren war, experimentierte ich mit dem Zwerg Originalmotor, Viertakter 50ccm mit untenliegender Nockenwelle und Stößelstangen, Dreigang Getriebe und Automatikkupplung, stammt aus der C100, diese hieß später Honda Cub und ist das meistgebauteste Moped der Welt. Diesen Motor hatte Oscar schon mal komplett zerlegt und mangels Dichtungen von außen mit Uhu stabilit zugekleistert. Mit einem vom Uli geliehenen Monkeyvergaser und ohne Auspufftopf fuhr das ganze ca. 3 Kilometer weit, dann hatte ich das ganze Öl verloren und der Motor ging aus.

Zum Glück hatte der Uli nicht nur den Monkey Vergaser, sondern den ganzen Motor, er fuhr wie es sich damals gehörte einen SS50 Motor in der Starrmonkey. Mit Ulis Motor bin ich gefahren, bis meiner aus dem Hockenheim Wettbewerbsfahrzeug ausgebaut war.

Mittlerweile wusste ich auch, das mein Rahmen am Heck nicht mehr original war, früher war da mal eine Schwinge mit Stoßdämpfern eingeschweißt, diese wurden wieder entfernt und die abgeschnittenen Teile wieder eingeschweißt, allerdings nicht wie Original, auch waren die Rohre noch dran an denen die Stoßdämpfer befestigt waren und dadurch eine völlig andere Sitzbank. Den Schwingen Umbau hatte ein Circus gemacht, weil mit dieser Zwerg ein Bär in der Manege gefahren ist. Ich habe einen alten Zeitungsausschnitt, da fährt der Bär mit dem Moped stehend auf den Fußrasten an einem Polizisten vorbei, evtl. ist das genau meine Zwerg, denn da sind genau die Lenkererhöhungen dran, mit der ich sie das erste Mal gesehen hatte, der Circus hatte zwei von den kleinen Hondas.

In dem Jahr, als ich die Zwerg gefahren habe traf ich öfters Lutz, der war völlig angetan von der mini Honda, fing gleich an zu recherchieren und fand hier im Ort tatsächlich auch eine Zwerg, diese war auf der Kerb auf einem Karussell montiert. Das war ein etwas anders Modell, kürzere Lampenhalter, kleinere Lampe ohne Tacho und ohne Papiere. Lutz kaufte sie für 100,-DM und fing die Rastauration an, lackierte (allerdings blau weis) ließ die Sitzbank beziehen, Teile verchromen kaufte Reifen aber baute das Ding nie wieder zusammen.

Ich stellte die Honda weg, als ich mein erstes Auto hatte, baute Jahre später mal dran rum, sägte die falschen Rohre ab, strich sie weis, baute einen Monkey Tank  und eine selbstgebaute Minisitzbank an, aber auch da verließ mich die Lust und sie stand weitere Jahre herum. 1986 arbeitete ich wieder in der Opel Werkstatt, im Kundendienst, Lutz hatte ich seit bestimmt 5 Jahren nicht mehr gesehen und da er Opel fuhr kam er eines Tages und brachte sein Auto, ich fragte sofort nach seiner Zwerg und nach zwei Tagen Bedenkzeit verkaufte er sie mir.

Nun hatte ich zwei Baustellen, aber auch ein Muster für meinen Rahmen und meinen fehlenden Sitz. Die Teile von der zweiten Zwerg lackierte ich im originalen rot, baute es aber nicht zusammen, sondern lagerte das ganze erstmal ein. 1989 rief mich Peter an, ein Extrem Monkey Sammler, er hatte eine Zwerg gekauft, da sollte ich etwas am Rahmen schweißen, er brachte ihn, das war für mich der Startschuss, ich wühlte meine Rahmen raus, besorgte Rohr und bog nach dem Muster mein Rahmenheck, schweißte es ein und ließ alle Teile Sandstrahlen. Zwerg Nummer zwei, die ja schon lackiert war, baute ich zusammen und bin sogar einem Kilometer damit gefahren, sie verliert am Zylinderkopf viel Öl und die Hupe hupt dauernd. Genau in diesem Stadium habe ich sie damals abgestellt und so hängt sie heute in meinem Treppenhaus.

Zwerg Nummer eins habe ich nicht weiter gemacht, sondern nur grob zusammengesteckt und wieder mal eingelagert. Ca. 1995 kaufte ich auf der Veterama einen C100 Vergaser. Ca. 2001 bekam ich von Norbert einen C110 Motor, Viergang Handkupplung. Davon inspiriert baute ich die noch fehlende Sitzbank und den fehlenden Auspufftopf nach, dann verließ mich wieder die Lust und ich lagerte wieder ein.

Im Jahre 2005 war es dann soweit, ich baute meine Zwerg, die ich 1980 das letzte mal gefahren bin. Ich lackierte ein ähnliches rot mit der Sprühdose, Zerlegte den C110 Motor und baute ihn mit guten Gebrauchtteilen auf, montierte Reifen, die ich vor 15 Jahren geschenkt bekam, (von einem, der sich erinnern konnte, das ich als 17 jähriger die Zwerg gefahren habe). Baute mit einem Adapter einen Kupplungshebel einer 70ger Jahre CB 125 an meinen Lenker usw. Ich verwendete bei dieser Zwerg auch eine kleine Lampe ohne Tacho und kürzte dafür die Lampenhalter, ist zwar nicht ganz original, aber es ist jetzt so wie an meiner zweiten (wahrscheinlich Belgischen) Zwerg.

Für die Saison 2006 habe ich mir ein Kennzeichen geholt und bin mit der Zwerg gefahren, es ist beim heutigen Verkehr Lebensgefährlich, 5 zoll Räder, starrer Rahmen, starre Gabel und man sitzt fast auf der Straße, aber es hat viel spaß gemacht nach 26 Jahren wieder mal Honda Zwerg zu fahren..........und mein treuer Gefährte ist jetzt wieder fahrbereit.

 

 

Yamaha 500 ccm Einzylinder SR 500 und XT 500

  

      XT 500 gekauft 1994 "Rolling Restauration"

         

SR 500 Nummer 1 mehrere Jahre im Alltag gefahren (verkauft)

      

SR 500 Nummer 2 meine "Winter SR"

   

SR 500 Nummer 3  Note 1 Restauration angestrebt

    

SR 500 Nummer 4 war unkomplett, dazu SR Nr. 5 geschlachtet

Die 500er Einzylinder von Yamaha......

sind für mich die schönsten Japaner. Zum Cruisen, im Alltag und auch für weitere Strecken sind sie gut geeignet, sind Pflegeleicht, wendig, leicht zu reparieren und man bekommt alle Teile zu günstigen Konditionen. Sie sind mir ans Herz gewachsen.

1994 als ich noch Harley fuhr kaufte ich meine erste 500er, eine XT 500 Baujahr 1980 in passablem Zustand, fahrbereit und Zugelassen. Ohne viel Modifikationen fuhr ich damit mehrere Jahre, wenn ich ein Ersatzteil kaufen konnte das besser ist als meines, tauschte ich es aus, so wurde die XT im laufe der Jahre immer besser. Das mache ich bis heute so. Vor einigen Jahren baute ich die Räder aus, zerlegte sie und baute sie mit neu lackierten Naben, polierten Felgen und Edelstahlspeichen neu auf, das ganze machte ich auch mit der Gabel, Lack und Dichtringe neu, der Rest poliert.

1997 kaufte Thorsten eine SR 500 mit Ersatzmotor zum restaurieren, stellte sie in den Hof und lies sie vergammeln, mehrmals fragte ich danach, aber sie war nicht zu verkaufen sondern sollte gemacht werden.... ca. 1 - 2 Jahre später sollte ich eine XJ 900 im Auftrag verkaufen, die mir sogar mal gehörte, ich kaufte sie für eine Urlaubsfahrt und gab sie gleich danach weiter, dieser Besitzer stürzte damit und gab das Motorradfahren auf. Ich wusste das Thorsten eine XJ 900 suchte, ich zeigte sie ihm und er kaufte sie. Als Vermittlungsprovision sprang für mich die SR heraus, komplett mit allen Ersatzteilen.

Ich pumpte vor Ort die Reifen auf und schob die SR nach Hause. Nach einigen Wartungsarbeiten lief sie, aber der Motor war verschlissen. Uwe aus Biebesheim räumte damals gerade seine Werkstatt und ich konnte mit einiges kostenlos mitnehmen, unter anderem einen SR 500 Motor, von Willi bekam ich günstig einen Übermaßkolben, damit baute ich den geschenkten Motor auf und die SR fuhr perfekt. Auch da baute ich immer wieder bessere Teile an, z.b. kaufte ich auf der Veterama mal einen kompletten Stand am Sonntag Nachmittag mit vielen SR und XT Teilen.

Und wie es halt so ist, wenn man SR fährt bekommt man gleich weitere angeboten, so kaufte ich im laufe der Zeit noch drei SR und ein Fahrgestell ohne Motor und ohne Räder bekam ich geschenkt. SR Nummer zwei hatte einen Solositz und ein Harley Schutzblech, so baute sie der Sven, verkaufte sie und dieser Besitzer baute kurze Zeit später den Motor aus, zerlegte ihn und lies alles so Jahre im Keller stehen. Ich kaufte das so im Zerlegten Zustand, reparierte den Motor, baute alles wieder zusammen und fahre damit bis heute, das ist meine "Winter SR".

Die SR Nummer drei holte ich bei Trebur, da stand sie seit zwei Jahren im Hof, ich reinigte den Vergaser, baute meinen Tank drauf und das Ding lief beim ersten tritt, hatte super Leistung, brauchte aber mächtig Öl, beim zerlegen stellte ich fest, das da ein 535 ccm Satz drauf ist. Diese SR habe ich komplett abgespeckt, matt Schwarz lackiert und bin so eine Saison Rumgefahren, danach habe ich sie zerlegt und eine Note 1 Restauration begonnen, leider ist sie noch nicht ganz fertig, ich habe ein paar Jahre Pause eingelegt, aber was so dran gemacht ist, ist super, wie z.b. Rheinschüssel Alutank, Doppelscheibe vorn, 535 ccm neu geschliffen, Felgen poliert, Edelstahlspeichen, Höckersitzbank, geändertes Rahmenheck, freies Rahmendreieck, Guzzi Stummel usw.

Meine SR Nummer eins verkaufte ich und baute aus dem geschenkten Fahrgestell und SR Nummer vier, die ich ausgeschlachtet habe, eine sehr schöne, fast Originale SR in Silber mit Einmannbank und Doppelscheibe, anfangs mit Lenkerstummel, das sah echt gut aus, aber der Bequemlichkeit halber, ist jetzt ein normaler, aber sehr flacher Lenker drauf. Momentan sind Gussräder drin, einen Satz Speichenräder habe ich auch, bin aber noch nicht dazu gekommen die schön zu machen und einzubauen.

Mit dem leidigen Thema "SR-Vergaser" habe ich mich auch beschäftigt. Da viele SR immer längere Standzeiten haben trocknen die drei Membranen im Vergaser aus bzw. sind auch oft verschlissen, Problem ist dann, der Motor ruckelt, der Vergaser ist undicht und das schöne ist, man braucht diese Membranen gar nicht. Der XT Vergaser ist ähnlich und hat gar keine Membrane. Ich baute mir Blinddeckel, entfernte die Membranen und siehe da, das Motorrad fährt perfekt, ohne Ruckeln mit voller Leistung. Mittlerweile habe ich das verfeinert, ich habe die Schwimmerkammer zurechtgesägt und unten zuschweißen lassen, so sind die Blinddeckel nicht mehr nötig und die dritte Membrane, die oft noch am besten erhalten ist lasse ich drin, läuft 1A.

Die seitliche Membrane soll das knallen bei abrupten Gaswegnehmen verhindern, die öffnet durch Unterdruck eine Frischluftöffnung, sollte das nicht funktionieren, hat es auch keinen Einfluss auf den Motorlauf, außer sie schließt nicht, das merkt man aber, da bekommt man keinen Leerlauf hin. Die Membranen in der Schwimmerkammer sind einmal eine Beschleunigermembrane und einmal eine Membrane, die den Spritzufluss zur Beschleunigermembrane verschließt, wenn der Motor aus ist.

An SR und XT schrauben ist für mich Entspannung pur, ich kenne jede Schraube, bin überzeugt von der Qualität und fahre gern damit.

 

zurück